Samstag, 20. August 2016

Bilderbuch Deutschland - Rund um den Biggesee

Flughäfen und Flugplätze in Westfalen

Von Ralf Keuper

Lange Zeit war Westfalen ein weißer Fleck in den Flugverkehrsplänen. Und das, obwohl die Flughafen Dortmund GmbH eine der ersten ihrer Art in Deutschland und Dortmund ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt war: In den 1920er Jahren gingen über Dortmund mehr Linienflüge als über Essen oder Düsseldorf. 
Erst nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden in Westfalen große Verkehrsflughäfen mit internationaler Anbindung, wie in Münster, Dortmund und Paderborn. 
Sören Gerkensmeyer hält dazu in Flugplätze in Westfalen – eine neue Wettbewerbssituation? fest:
In Westfalen existieren derzeit vier Verkehrsflughäfen, zwei Militärflughäfen sowie mehrere kleine Verkehrslandeplätze. Die Airports Dortmund, Münster/Osnabrück und Paderborn/Lippstadt besitzen den Status eines Internationalen Verkehrsflughafens, während der Flughafen Siegerland als Regionaler Verkehrsflughafen gilt. Im bundesweiten Vergleich weist diese Region eine für ihre Größenordnung hohe Dichte an Start- und Landeplätzen des zivilen Luftverkehrs auf. Was für die Passagiere eine gute Erreichbarkeit und stetige Auswahlmöglichkeit garantiert, stellt die Flughafenunternehmen jedoch in einen direkten Wettbewerb zueinander.
Das Schaubild Flughäfen und -plätze in Nordrhein-Westfalen weist für Westfalen einen Internationalen Flughafen (Münster-Osnabrück) und drei Regionalflughäfen (Dortmund, Paderborn-Lippstadt, Siegerland) aus. Daneben bestehen noch zahlreiche Verkehrslandeplätze, wie Bielefeld-Bleiwäsche: 
Er liegt rund 7 Kilometer südlich der Bielefelder Innenstadt im Stadtbezirk Senne und wird von der Flughafen Bielefeld GmbH betrieben. Gesellschafter sind unter anderem die Stadt Bielefeld, die IHK Bielefeld und 14 Unternehmen aus der Region. Der Flugplatz verfügt über eine knapp 1300 Meter lange, befeuerte und asphaltierte Start- und Landebahn und wird vor allem von regionalen Unternehmen, Privatpersonen und örtlichen Luftsportvereinen benutzt (Quelle: Wikipedia) 
Ein weiterer Flugplatz mit vergleichsweise hohem Verkehrsaufkommen ist der Flugplatz Arnsberg-Menden:
Der Flugplatz entstand 1970 zunächst als Verkehrslandeplatz für den Kreis Arnsberg. Nach der kommunalen Gebietsreform von 1975 ging er in den Besitz desHochsauerlandkreis über. Dieser betrieb ihn bis in das Jahr 2000 hinein. Danach übernahm eine Gruppe von 13 Gesellschaftern der regionalen Wirtschaft von 2001 bis 2006 den Betrieb. 2006 schieden elf Gesellschafter aus, übrig blieben lediglich die Firmen OBO Bettermann und Lobbe aus Iserlohn. Im April 2012 stieg Lobbe aus dem Gesellschaftervertrag aus, somit ist OBO Bettermann der nunmehr alleinige Gesellschafter. Der Flugplatzgesellschaft Arnsberg-Menden mbH gehören sowohl das Gelände als auch die technische und bauliche Infrastruktur. ..
Mittlerweile hat die Start- und Landebahn eine Länge von 920 Metern. Im Dezember 2013 wurde von der Bezirksregierung Münster die weitere Verlängerung der Landebahn auf 1180 Meter genehmigt (Quelle: Wikipedia). 
Oerlinghausen ist Heimat des größten Segelfugplatzes der Welt. Ein weiterer bekannter Segelflugplatz ist der in Paderborn-Haxterberg: 
Der Flugplatz Paderborn-Haxterberg besteht seit 1973 und wird von der Luftsportgemeinschaft Paderborn e. V. betrieben, die ihn überwiegend in Eigenleistung aufbaute, nachdem der bis dato genutzte Flugplatz Paderborn-Mönkeloh im Zuge der Erweiterung des dortigen Industriegebietes aufgegeben werden musste. Er hat eine 700 m lange Asphaltpiste, mit einer Unterflur-Befeuerung, die Mitte April 2007 fertiggestellt und eingeweiht wurde. Die Segelflugbahn ist 1100 m lang; sie erstreckt sich somit über die gesamte Länge des Geländes. 
Der Flugplatz war 1981 Austragungsort der Segelflug-Weltmeisterschaften im Streckenflug und 1988 solcher der Segelkunstflug-Weltmeisterschaft (Quelle: Wikipedia)
Für zivile Zwecke wurde für einige Jahre der Militärflughafen der Briten in Gütersloh genutzt, worüber der Beitrag Flugplatz: Bertelsmann und Miele heben ab berichtet. 

Auf heftige Kritik in Dortmund und Paderborn stieß vor wenigen Wochen der neue Landesentwicklungsplan Nordrhein-Westfalen:
Der Grund: Dortmund wird ebenso wie die Flughäfen Weeze und Paderborn/Lippstadt lediglich als "regionalbedeutsam" eingestuft. Düsseldorf, Köln/Bonn und Münster/Osnabrück sollen hingegen den Status "landesbedeutsam" erhalten (in: Flughafen Dortmund erneuert Kritik an Landesentwicklungsplan)

Freitag, 19. August 2016

Verlassene Orte in Westfalen

Von Ralf Keuper 

Das Phänomen verlassener Orte ist auch Westfalen anzutreffen. Beispielhaft dafür sind das Motor Technica Museum Bad Oeynhausen, die stillgelegte Brandt Zwiebackfabrik in Hagen, Brinkhaus in Warendorf und ein Autohaus in Dortmund. 







Samstag, 13. August 2016

Bielefeld. Starker Standort - starke Wirtschaft.

Westfalen News #36

Von Ralf Keuper

Wiederum eine Aufstellung einiger Beiträge aus und über Westfalen, die mir in letzter Zeit aufgefallen sind:

Freitag, 12. August 2016

Geschichte der Luftfahrt im Ruhrgebiet

Von Ralf Keuper

Das Ruhrgebiet spielt in der Geschichte der deutschen Luftfahrt eine entscheidende Rolle. Der älteste Flugplatz des Ruhrgebiets und der drittälteste in Deutschland war der Flugplatz Holten in der Nähe von Oberhausen: 
Auf dem Flugplatz Holten machten viele Flugpioniere aus der Region auf dem Terrain ihre ersten Flugversuche. Das Markenzeichen des Platzes war der 8,9 Meter hohe „Holtener Abflugturm“ bzw. die „Holtener Startrampe“, welche über eigens hierzu ausgegebene Zwanzig-Mark-Aktien finanziert wurde.[6] Die am 23. Mai 1910 eingeweihte, 20 Meter lange Rampe konnte bei Bedarf auf einer ringförmigen Zementbahn in den Wind gedreht werden, um optimale Startbedingungen zu erreichen. Ein bekannter Gleitflieger über dem Holtener Bruch war der Sterkrader Fördermaschinist Bergmann. Auf dem ersten Flugtag 1911 stellte der Flieger Bruno Werntgenbei einem Stundenflug über Holten mit 80 Metern einen Höhenrekord auf (Quelle Wikipedia
Weitere wichtige Flugplätze aus der Anfangszeit der Fliegerei im Ruhrgebiet waren der Flugplatz Essen-Gelsenkirchen-Rotthausen und der Flughafen Dortmund. 

Über den Flugplatz Essen-Gelsenkirchen-Rotthausen heisst es bei Wikipedia:
Unter großer Anteilnahme der Öffentlichkeit am 25. Mai 1912 auf Pachtland des alten Gutes Nienhausen eröffnet, entwickelte sich dieser Flugplatz zu einem Schwerpunkt der frühen Luftfahrtentwicklung im Ruhrgebiet. Zahlreiche Flugveranstaltungen, unterstützt durch die Industrie und Wirtschaft, verhalfen diesem Flugplatz zur damaligen Berühmtheit. Es befanden sich drei Flugschulen auf dem Terrain. Dazu kamen die ebenfalls 1912 gegründeten Kondor-Flugzeugwerke, welche neben einigen Eigenkonstruktionen während des Ersten Weltkrieges auch Militärflugzeuge in Lizenz fertigten. 
Am 16 April 1926 wird die Flughafen Dortmund GmbH gegründet. Schnell entwickelte sich Dortmund zum wichtigsten Luftverkehrsknotenpunkt im Westen Deutschlands:
Als Grundkapital dienen 835.000 Reichsmark. Gesellschafter sind: Deutsches Reich, Preußischer Staat, Provinzialverband Westfalen, Stadt- und Landkreis Dortmund, Industrie- und Handelskammer sowie einige Firmen. Nach dem Zusammenschluss von Aero Lloyd und Junkers Luftverkehrs AG im Januar 1926 zur Deutschen Lufthansa AG starten und landen täglich zwölf Maschinen der jungen, aufstrebenden Gesellschaft in der Westfalenmetropole. Dortmund etabliert sich im innerdeutschen Luftverkehr neben Köln. Es gehen mehr Linienflüge über Dortmund als über Düsseldorf und Essen (Quelle: Eine Reise durch die Geschichte des Flughafens Dortmund)
Ein Jahr früher wurde in Essen die Luftverkehrsgesellschaft Ruhrgebiet A.G. (LURAG) gegründet, die später Teil der Deutschen Luft Hansa wurde. 

Weitere Informationen:

Westfälische Flugpioniere

Alfred Colsman - Pionier der deutschen Luftfahrt