Samstag, 2. Februar 2013

Westfälische Bildhauer

Von Ralf Keuper

Heinrich Brabender aus Münster hat mit seinen Skulpturen die Bildhauerkunst bis in die Mitte des 16. Jahrhunderts geprägt. Erhart Küng, etwas älter als Brabender und ebenfalls aus dem Münsterland stammend, schuf in Bern u.a. die Skulpturengruppe des Jüngsten Gerichts am mittleren Westportal des Münsters. Der gebürtige Paderborner Gerhard Gröninger verhalf mit seinen Werken dem Frühbarock in Westfalen zum Durchbruch. Sein Bruder Heinrich Gröninger war ebenfalls Bildhauer. Johann Heinrich König hat als Hofbildhauer beim Fürstbischof von Münster in Westfalen und Niedersachsen gewirkt. Kaspar Ritter von Zumbusch gilt als wichtigster Monumentalplastiker Österreichs der Gründerzeit. Elisabeth Ney wurde vor allem durch ihre Porträts und Büsten von Arthur Schopenhauer, Otto von Bismarck und Sam Houston berühmt. Ebenso wie Elisabeth Ney aus Münster stammte Wilhelm Achtermann, der in Rom seine zweite Heimat fand. Peter Pöppelmann, gebürtig aus Harsewinkel, wurde durch sein Werk Allegorie der Güte berühmt. Ein ungewöhnlich vielseitiger Bildhauer war Benno Elkan. Sein wohl bekanntestes Werk ist die Menora vor der Knesset in Jerusalem. 

"Die Künstler des Diemeltals" - mit diesem Titel werden inzwischen die Gebrüder Larenz aus Marsberg belegt. Aus Marsberg, genauer gesagt aus Giershagen, stammte auch Heinrich Papen, der im 17. Jahrhundert die Werkstatt Papen begründete. Ein Autodidakt war Heinrich Budde aus dem Harsewinkeler Ortsteil Greffen, der vor allem für seine ausdrucksvollen Krippenfiguren in der Regionalpresse gelobt wurde. Ebenfalls für seine Krippenfiguren überregional bekannt war der gebürtige Marienfelder Heinrich Baak. Ein führender Vertreter des Historismus war Wilhelm Haverkamp

In Hamm lebt und arbeitet der überregional bekannte Maler und Bildhauer Otmar Alt. "Ein Bildhauer aus Westfalen" ist der Titel eines Buches, das den Bildhauer Wolfgang Kreutter aus Siegen vorstellt. In einer Stiftung hat Rudolf Breimann sein vielfältiges Werk vereint. Wichtiger Vertreter der konkreten Kunst in Deutschland war Ernst Hermanns

Hilde Schürk-Frisch war seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs Soldatenwitwe mit drei Kindern – als freischaffende Künstlerin in Münster tätig. Bis ins hohe Alter von über 90 Jahren arbeitete sie. Mehr als 1000 Werke verzeichnet ihre 70-jährige Schaffenszeit.

Die Werke der Wiedenbrücker Schule, die stilistisch dem Historismus zugerechnet werden, können seit wenigen Jahren in einem eigenen Museum besichtigt werden

Neben dem bereits verstorbenen Hubert Hartmann ist sein langjähriger Mitarbeiter und mein Onkel Günter Groteheide meines Wissens der letzte (noch lebende) Vertreter dieser Schule, der u.a. die Heilige Elisabeth von Thüringen im Dom zu Fulda schuf. 

Über die Grenzen der Region für seine begehbaren Stahlarbeiten bekannt ist Wilfried Hagebölling aus Paderborn.


Als bisher einziger lebender Künstler erhielt Heinrich Gerhard Bücker eine Einladung, im Jahre 1983/84 einen Teil seiner Werke im Vatikan in der Bibliotheca Apostolica auszustellen. Zahlreiche seiner Werke befinden sich in der vatikanischen Sammlung Moderner Religiöser Kunst. (Quelle: Wikipedia).

Weitere Bildhauer:

Johann Brabender

Johann Leonhard Falter 

Albert Küppers

Bernhard Bleeker

Meister von Osnabrück

Evert van Roden

Heinrich Seelige

Bernhard Kleinhans

Friedrich Wilhelm Dankberg

Will Lammert

Utz Brocksieper

Heinrich Wefing (Künstler)

Arnold Künne

Fritz Heinemann (Bildhauer)

Johann Rendeles

Julius Zumbusch

Johann Sasse

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