Mittwoch, 20. November 2013

Westfälische Ordensritter und Landmeister

Von Ralf Keuper

Der Deutsche Orden war  während des Mittelalters ein gewichtiger Machtfaktor in Mittel- und Osteuropa. Mit der Reformation begann sein Stern jedoch zu sinken. Ein entscheidender Wendepunkt war bereits die Schlacht bei Tannenberg von 1410. 
Organisiert war der Deutsche Orden in verschiedenen Balleien, wie der Ballei Westfalen. Wichtigste Standorte in Westfalen waren Münster, Mühlheim und Dortmund. Einflussreiche Landkomture waren Neveling von der Recke und Georg Levin von Nagel

Als erster Landmeister des Deutschen Ordens in Preußen ging Hermann von Balk, der auch den Beinamen "Der erste Preuße" trägt, in die Geschichte ein. In den folgenden Jahrhunderten stellte der westfälische Adel eine Vielzahl der Landmeister von Livland, von denen Wolter von Plettenberg der bedeutendste ist. Ein weiterer bekannter Landmeister von Livland aus Westfalen war Johann Freitag von Loringhofen. Johann Wilhelm von Fürstenberg war vorletzter Landmeister von Livland. Als letzter Landmeister von Livland und danach erster Herzog von Kurland und Semgallen ging Gotthard Kettler in die Geschichtsbücher ein. 

Im Preußenmuseum in Minden kann man sich die ständige Ausstellung zum Deutschen Orden ansehen. 


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