Sonntag, 28. April 2013

Paderborn, Mai 1946 - Ein Gang durch die zerstörte Stadt (Film)

Bei dem Film handelt es sich um die einzige zusammenhängende Dokumentation über das vom Krieg fast vollständig zerstörte Paderborn. Gefilmt wurde sie von Dr. Joseph Mertens (1908-1995) im Mai 1946. Kommentiert wird der Film von seinem Sohn, Dr. Rolf Mertens, selber Zeitzeuge und auf den Aufnahmen zu sehen.

Zwischenzeitlich ist ein weiterer sehenswerter Dokumentationsfilm über Paderborn während der Zeit des Dritten Reiches erschienen. Darin kommen mehrere Zeitzeugen, darunter auch Rolf Mertens zu Wort. 


Weitere Informationen:

Rhythmus-Filmtheater zeigt Paderborn-Dokumentation

Sonntag, 21. April 2013

Sonntag, 14. April 2013

Haller Zeiträume (Virtuelles Museum)

Ein ungewöhnliches Projekt hat die Stadt Halle in Westfalen mit den Haller Zeiträumen ins Leben gerufen. Das virtuelle Museum lädt den Besucher ein, an der Geschichte der Stadt teilzunehmen, mit ihr zu interagieren. Fortschrittliche Museumspädagogik, die Schule machen sollte. 

Weitere Informationen: Aktives Museum in Halle in Westfalen

Mittwoch, 10. April 2013

Cognitve Interaction Technology

Von Ralf Keuper

Prof. Dr. Helge Ritter von der Neuroinformatics Group der Uni Bielefeld gewährt in seinem Vortrag einen Einblick in die Arbeit seiner Forschungsgruppe. 


Robotik und Biologie bewegen sich immer mehr aufeinander zu. Erkennbar u.a. an den Versuchen, die Sehfähigkeiten von Insekten, wie Bienen, nachzubauen, um so zu Hypothesen über die Navigation zu gelangen, die sich dann modellieren und auf neuronale Netze übertragen lassen. Daraus können dann  kognitive Architekturen entworfen werden, wie in der Biomechatronik.

Die Interaktion über Berührung, die Haptik, nimmt immer größeren Raum in der Forschung ein. Über Sensorsysteme wird versucht, die Fähigkeiten der Hand (Manual intelligence) nachzubauen. Noch sind Roboter mit mehrfingrigen Händen weit von der Fähigkeiten der Menschen entfernt. Das Öffnen  von Marmeladengläsern geschieht noch sehr langsam und überlegt. 
Schon wird in weiteren Versuchen an der Handhabung formvariabler Objekte wie dem Papier geforscht. Ziel ist es, über die Modellierung allgemeiner Strukturen von Interaktionssituationen das Leistungsspektrum der Roboter auszudehnen. 
Mit dem XCF-Framework steht ein Werkzeug für die softwaretechnische Integration der beteiligten Ebenen zur Verfügung. 

Sonntag, 7. April 2013

Westfälische Staatsmänner und Diplomaten

Von Ralf Keuper

Die Tatsache, dass Westfalen nie über eine zentrale Regierung verfügte, mag einige Landeskinder dazu bewogen haben, ihr Glück außerhalb der Region zu suchen und ihre Talente dort zur Entfaltung zu bringen. Viele von ihnen traten in preußische Dienste, wie Heinrich von Grolman, Wilhelm Heinrich von ThulemeyerRüdiger von IlgenFranz von Meinders und Eduard von Moeller. Andere zog es noch weiter bis an den russischen Hof wie Heinrich Graf Ostermann. Kaiserlicher Hofrat in Wien war Heinrich von Heuel. Wegen seiner Verdienste bei den Verhandlungen zum Westfälischen Frieden in den Adelsstand erhoben wurde Johann Krane. Die schillerndste Figur ist wohl Theodor Stephan Freiherr von Neuhoff, der "König von Korsika". Der früheste und einer der bedeutendsten aus der Runde ist der Ritter Bernhard von Horstmar, auch "Achilles Westfalens" genannt. Besonders vielseitig begabt war Justus Möser, von Goethe "Patriarch von Osnabrück" genannt, der nicht nur Staatsmann, sondern darüber hinaus noch Literat, Jurist und Historiker war. Johann Adrian von Plencken wurde als hoher Regierungsbeamter in den böhmischen Ritterstand erhoben und später zum Geheimen Rat ernannt. Karl Robert von Nesselrode war russischer Diplomat, Außenminister und Kanzler. Wenngleich in seiner Wirkung nur auf das Fürstbistum Paderborn beschränkt, hat der Regierungsstil von Wilhelm Anton von der Asseburg überregionale Beachtung verdient. 
Als preußischer Reformer ist Ludwig von Vincke, erster Oberpräsident von Westfalen in die Geschichte eingegangen. Ein Staatsmann und Diplomat von herausragendem Rang war Freiherr vom und zum Stein. Justus Gruner war nicht nur hochrangiger Staatsmann, sondern dazu auch der erste Geheimdienstchef Preußens. 

Eine Sonderrolle spielen die diversen Landmeister des Deutschen Ordens in Livland mit westfälischer Herkunft, deren bekanntester Vertreter Wolter von Plettenberg ist. 

Als weniger rühmlich bzw. tragisch sind aus der jüngeren Vergangenheit die Reichskanzler Franz von Papen und Heinrich Brüning zu nennen. Carl Severing hatte als preußischer Innenminister und Reichsinnenminister während der Zeit der Weimarer Republik nicht immer eine glückliche Hand. Eine eher komische Figur war dagegen Bundespräsident Heinrich Lübke. Sein direkter Nachfolger war Gustav Heinemann, gebürtig aus Schwelm. 

In unseren Tagen ist Westfalen mit Gerhard Schröder, Frank Steinmeier, Bundestagspräsident Norbert Lammert, Erwin Sellering, Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern und Bundesjustizministerin Sabine Leutheuser-Scharrenberger vertreten. Die Liste ließe sich noch fortsetzen. 

Weitere Staatsmänner und Diplomaten:

Jobst II Reuber

Franz-Wilhelm von Spiegel 

Clemens August von Westphalen

Daniel Heinrich Delius

Franz von Fürstenberg

Heinrich Freiherr von Crumpipen

Clemens von Ketteler

Abraham Keyser

Johann Cothmann

Goswin Merckelbach

Ferdinand von Plettenberg

Ignatius Ferdinand von Vogelius

Carl von Bodelschwingh

Ludwig von Bodelschwingh

Wilhelm Rintelen

Heinrich von Staden

Otto von Steinmeister

Heinrich Wilhelm von Holtzbrinck

Bernhard Niehues

Ernst Friedrich Herbert zu Münster

Eberhard von der Recke

Heinrich Wilhelm von Holtzbrinck

Fritz Rose

Aloys Franz Bernhard van Langenberg

Karl Steinhoff