Sonntag, 27. Oktober 2013

Westfälische Kupferstecher

Von Ralf Keuper

Im 15. und 16. Jahrhundert erlebte die Kupferstecherei ihre Blütezeit. Berühmte Vertreter dieser Kunstrichtung sind Albrecht Dürer und Meister E.S.
Auch in Westfalen haben zu jener Zeit einige namhafte Künstler als Kupferstecher gewirkt, wie der 1502 in Paderborn geborene Heinrich Aldegrever, der in direktem Kontakt mit Albrecht Dürer gestanden haben soll, zumindest jedoch durch  dessen Arbeiten inspiriert wurde. Um sein Andenken wach zu halten und die grafischen Künste zu fördern, wurde im Jahr 1941 in Münster die Aldegrever-Gesellschaft gegründet.

In Bocholt wirkte Israhel von Meckenem der Jüngere, ein Schüler des bereits erwähnten Meister E.S. . Er gilt als bedeutendster Kupferstecher der Spätgotik. Aus Anlass einer Ausstellung zu seinem Werk im Jahr 2009 entstand ein informativer Kurzfilm.

Die Arbeiten des 1553 in Warburg geborenen Anton Eisenhoit genießen wegen ihrer künstlerischen und technischen Meisterschaft unter Kunstkennern einen exzellenten Ruf. Roderich Irmer bezeichnete Eisenhoit in einem Beitrag als einen deutschen Benvenuto Cellini. Vor allem seine Silber- und Goldschmiedearbeiten begründen bis heute seinen Ruhm in der Kunstwelt. Ein berühmter Kupferstich ist Pilatus zeigt Christus dem Volk.

Ebenfalls aus Warburg stammt Josef Kohlschein, der fast 100 Platten gestochen hat. 
Friedrich Wilhelm Delckeskamp hat in seinen Kupferstichen häufig die Stadt Frankfurt und die Rhein-Main-Region als bevorzugte Motive gewählt.  

Ein weiterer bedeutender Kupferstecher war Johann Joseph Freidhoff, dessen Arbeiten von Johann Wolfgang von Goethe mit Lob überschüttet wurden.



Donnerstag, 24. Oktober 2013

Bibliotheken und Archive in Westfalen

Von Ralf Keuper

Als Ort des Wissens und als kulturelles Gedächtnis genießen Bibliotheken seit Jahrtausenden hohes Ansehen. Die berühmteste dürfte die legendäre Bibliothek von Alexandria sein. Im Mittelalter waren es vor allem Klöster, die über größere Bibliotheken verfügten, wie Umberto Ecos Roman Der Name der Rose und seine spätere Verfilmung zeigen. 

In Westfalen besaßen die Domschulen als erste Einrichtungen größere Buchbestände, ebenso wie das Kloster Corvey
In der virtuellen Bibliothek Nova Corbeia können sich interessierte Personen mittelalterliche Handschriften und alte Drucke ansehen. 

Corvey ist auch für seine Fürstliche Bibliothek bekannt, mit 74.000 Bänden eine der größten und kostbarsten Privatbibliotheken Deutschlands. An der Universität Paderborn wurde hierfür eigens das Corvey-Institut für Buch- und Bibliotheksgeschichte gegründet. 

Von hohem geschichtlichen und kulturellen Wert ist auch die Varnhagenssche Bibliothek in Iserlohn. 

Ihr 425jähriges Jubiläum feierte in diesem Jahr die Universitäts- und Landesbibliothek Münster. Aus diesem Anlass initiierte die Bibliothek einen Ideenwettbewerb. 
Unter den Sammlungen sticht die Barockbibliothek des Jodocus Hermann Nünning hervor. 

Nicht vergessen werden sollen in dem Zusammenhang die anderen Universitätsbibliotheken in Westfalen, wie die der TU Dortmund, der Ruhr-Uni Bochum, der Uni Bielefeld, der Uni Paderborn, der Uni Siegen und der FernUni Hagen.  

Weitere bedeutende Einrichtung ist die Erzbischöfliche Akademische Bibliothek Paderborn

Einzigartig ist auch das Literaturportal Westfalen

In Herne residiert die Martin-Opitz-Bibliothek, eine zentrale Bibliothek zur deutschen Kultur und Geschichte im östlichen Europa. 

Im Jahr 1907 gegründet wurde die Stadt- und Landesbibliothek Dortmund, die zu den größten ihrer Art in Deutschland zählt. Sie beherbergt u.a. das Westfälische Handschriftenarchiv, darunter die Nachlässe oder Teilnachlässe von Julius Hart, Ludwig Bäte und Ferdinand Freiligrath. Ebenfalls zur Handschriftenabteilung zählt das Nelly-Sachs-Archiv

Ein besondere Adresse ist die Bibliothek des Ruhrgebiets in Bochum. 

Die Wissenschaft unterscheidet zwischen Bibliotheken und Archiven. Es gibt sogar eine Archivologie, die in den letzten Jahrzehnten vor allem durch die Arbeiten von Michel Foucault inspiriert wurde. 

Neben dem LWL-Archivamt verdient das Westfälische Wirtschaftsarchiv in Dortmund besondere Erwähnung. 
Darüber hinaus unterhalten viele größere Unternehmen in Westfalen eigene Archive, die Auskunft über ihre Geschichte geben, ja einige haben sogar eigene Unternehmensarchivare, die das Firmengedächtnis pflegen. Ebenso führen die Kommunen, Museen und die überregionalen Behörden eigene Archive. 

Lobens- und erwähnenswert sind der Blog siwiarchiv.de der Archive im Kreis Siegen-Wittgenstein, der Weblog der öffentlichen Archive im Kreis Lippe, Archivblog Lippe, und der archivamtblog des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL). 

Nicht fehlen darf die Abteilung Westfalen des Staatsarchivs NRW mit Sitz in Münster sowie die Abteilung Ostwestfalen-Lippe mit Sitz in Detmold. 

Weitere Informationen:



Sonntag, 20. Oktober 2013

Westfälische Botaniker

Von Ralf Keuper

Die Botanik beschäftigt die Menschen seit Urzeiten. Viele große Geister fühlten sich zu ihr hingezogen, wie Gottfried Wilhelm LeibnizCarl von Linné und Johann Wolfgang von Goethe. Bei der Anlage botanischer Gärten wirkte im Hintergrund daher nicht selten die Philosophie, wie Horst Bredekamp in seinem Buch Leibniz und die Revolution der Gartenkunst veranschaulicht.   

In Westfalen haben sich etliche Forscher und Privatgelehrte um die Botanik verdient gemacht, wie Konrad Beckhaus, "Der Botaniker Westfalens", Wilhelm Hillebrand und Ignaz Urban Weitere berühmte Botaniker sind Theodor DorstenCarl-August WeiheLudwig Vollrath Jüngst, Emil WerthClemens Maria Franz von Bönninghausen und Franz Karl Mertens. Otto Ludwig Lange hat für seine Forschungen im Bereich der Botanik zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den Leibniz-Preis. 
Und nicht zu vergessen: Der vielseitige Engelbert Kaempfer, dem zu Ehren kein geringerer als der bereits erwähnte Carl von Linné die Gattung Kaempferia benannte.

Ein wahres Kleinod ist der Botanische Garten der Ruhr-Univerisität Bochum. Hervorzuheben ist vor allem der Chinesische Garten. Ebenfalls sehenswert ist der Botanische Garten der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

Weitere beliebte und überregionale bekannte botanische Gärten sind der Stadtpark Gütersloh, der Stadtpark Bochum und der Stadtpark Bottrop. Und nicht zu vergessen: Der Westfalenpark in Dortmund

Freitag, 18. Oktober 2013

Türen, Tore und Schließanlagen aus Westfalen - Dorma, Hörmann, Winkhaus, ABUS u.a.

Von Ralf Keuper 

Angesichts ist der Vielzahl erfolgreicher Unternehmen im  Bereich Tore, Türen und Schließanlagen wäre man fast geneigt, diesen Umstand auf die den Westfalen häufig nachgesagte Verschlossenheit zurückführen ;-)

So jedoch halten wir uns an die Fakten. 

Vor einiger Zeit widmete das Deutschland Radio Dorma aus Ennepetal, Weltmarktführer für Schließanlagen, einen höhrenswerten Beitrag. 
Mit seinen Toren, Türen, Zargen und Antrieben ist Hörmann aus Steinhagen Marktführer in Europa.
Aus Verl kommen mit TeckentrupAlulux und Graute gleich drei namhafte Hersteller von Toren und Türen bzw. Rolladen in Europa.
Neben Fenstern bietet Wirus aus Rietberg verschiedene Arten von Haustüren an.

Auf das gehobene Marktsegment hat sich HUGA aus Gütersloh spezialisiert. Das Unternehmen gehört inzwischen zur Hörmann-Gruppe.

Der Erfinder der Metallschutztüren, DMW (Deutsche Metalltüren Werke) Schwarze aus Bielefeld, konzentriert sich mit seinen Türen und Toren auf den Objektschutz.

Inzwischen mehr als 150 Jahre im Geschäft, und damit so etwas wie der Methusalem der Branche, ist Winkhaus aus Telgte (Kreis Warendorf). Das Unternehmen bewegt sich mit 2.000 Mitarbeitern in den Geschäftsfeldern Fenster- und Türtechnik.

Ganz der Objektsicherheit verschrieben hat sich ABUS aus Wetter im Ennepe-Ruhr-Kreis. 

Westfälische Militärs und Feldherren

Von Ralf Keuper

Kein Militär im heutigen Sinn, wohl aber ein genialer "Militärstratege" war Hermann der Cherusker, auch Arminius genannt, vom römischen Geschichtsschreiber Tacitus mit dem Titel "Befreier Germanies" bedacht. Arminius nicht unähnlich, wenngleich weniger "erfolgreich" war Sachsenherzog Widukind, einer der härtesten Widersacher Karls des Großen. Während der "Sächsischen" Kriege kämpfte Bernhard II zur Lippe an der Seite Heinrichs des Löwen gegen Philip von Heinsberg, Gefolgsmann von Kaiser Barbarossa, um die Vorherrschaft im damaligen Deutschen Reich. Wohl eher ein Krieger als Feldherr, dafür nicht weniger bemerkenswert, war Bernhard von Horstmar, dem selbst der legendäre Saladin seine Anerkennung nicht verweigert haben soll. Als zunächst bayerischer, später dann österreichischer General der Kavallerie, war Johann von Sporck einer der bedeutendsten Feldherren seiner Zeit. Johann Moritz Fürst zu Nassau-Siegen nahm als niederländischer Feldmarschall an mehreren Waffengängen, insbesondere in Brasilien, teil. Caspar von Geismar, Kaiserlich-Russischer Generaladjutant des Zaren Nikolaus, ist vor allem als "Retter der Stadt Weimar" in die Geschichte eingegangen. Wesentlichen Anteil am Erfolg der preußischen Armee in den sog. Befreiungskriegen hatte der preußische General der Infanterie und Chef des Generalstabs Karl von Grolman. Als Sieger der Seeschlacht bei Lissa und wegen weiterer Verdienste hat der Admiral der österreichisch-ungarischen Marine, Wilhelm von Tegetthof, ein Stück Militärgeschichte geschrieben. Als "Kriegsheld" von seinen Zeitgenossen verehrt wurde und wird teilweise noch immer der U-Boot-Kommandant Otto Weddigen aus Herford. Getrübt ist das Andenken an General Alexander von Kluck, der für das Scheitern der Westoffensive zu Beginn des 1. Weltkrieges mit verantwortlich gemacht wird. Noch immer umstritten ist Wilhelm Canaris, der vom Beginn der Weimarer Republik bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges keine rühmliche Rolle gespielt hat. Zuletzt war er jedoch am Widerstand gegen den Nationalsozialismus beteiligt, weshalb er im April 1945 zum Tode verurteilt und gehenkt wurde.  

Bis zum Oberbefehlshaber der NATO-Streikräfte in Europa brachte es Franz-Joseph Schulze

Weitere Militärs:







Hugo Karl August Bacmeister

Johann Ernst von Alemann

Wilhelm von Hessen-Philippsthal-Barchfeld

Volrath von Hellermann

Friedrich Wilhelm von Bismarck 

Ludwig Borckenhagen

Otto Ernst Leopold von Limburg-Stirum

Albert Hopman

Friedrich von Hassel

Gerhard Limberg

Heinrich Wilhelm von Horn

Ludwig Crüwell

Freitag, 11. Oktober 2013

Westfalens älteste Schulen

Von Ralf Keuper

Zu den Früchten der Christianisierung Sachsens durch Karl den Großen zählen auch die ersten Schulen Westfalens. Damit die Bekehrung zum christlichen Glauben voranschreiten konnte und nicht ins Stocken geriet, wurden Schulen benötigt, an denen das nötige Wissen aufbewahrt und vermittelt werden konnte. Zu diesem Zweck gründete Karl der Große mehrere Domschulen in Westfalen, die heute zu den ältesten Schulen im deutschsprachigen Raum gehören: Das Paulinum in Münster, das Theodorianum in Paderborn und das Carolinum in Osnabrück - allesamt um das Jahr 800 gegründet. Das Carolinum und das Paulinum beanspruchen für sich, die älteste noch bestehende Schule Deutschlands zu sein. Dabei ist es gut möglich, dass das Theodorianum in Paderborn noch etwas älter ist. Dafür spricht, dass Karl der Große in Paderborn die einzige Kaiserpfalz auf westfälischem Boden unterhielt und auch hier das älteste Bistum Westfalens gegründet wurde. 
Im Jahr 789 wurde das Friedrichs-Gymansium in Herford gegründet, das damit die offiziell älteste Schule Westfalens wäre bzw. ist.  Jedenfalls befinden sich vier der zehn ältesten Schulen im deutschen Sprachraum in Westfalen

Weitere Schulen mit langer Geschichte in Westfalen sind das Ratsgymnasium in Bielefeld, das Gymnasium Laurentianum in Warendorf, das Gymnasium Remigianum in Borken, das Gymnasium Petrinum in Recklinghausen, das Zeppelin-Gymnasium in Lüdenscheid, das Rivius-Gymnasium in Attendorn, das Ratsgymnasium Minden, das Archigymnasium in Soest und das Gymnasium am Löhrtor in Siegen. Die Aufzählung ließe sich noch fortsetzen. 

Vor dem Hintergrund ist es schon eigentümlich, dass die Gründung der ersten Universitäten in Westfalen sehr viel schleppender verlaufen ist. Zwar wurde die Theologische Fakultät in Paderborn bereits 1614 gegründet, und ist damit die älteste Universität Westfalens, jedoch kann man eigentlich erst mit der Wieder-Gründung der Westfälischen Wilhelms-Universtiät in Münster im Jahr 1902 vom Beginn der akademischen Ausbildung im größeren Stil in Westfalen sprechen. 

Ganz anders sieht es dagegen bei der Reproduktion und Distribution des Wissens aus. So stammt eine ungewöhnlich hohe Anzahl einflussreicher Verleger und Verlage aus Westfalen

Weitere Informationen:


Dienstag, 8. Oktober 2013

Die Tödden aus dem nördlichen Münsterland

Von Ralf Keuper

Um die Geschichte der Tödden, auch Hollandgänger genannt, ranken sich Mythen und Legenden. Keimzelle war und ist teilweise noch Mettingen im Kreis Steinfurt. Von dort machten sich im 17. und 18. Jahrhundert Kaufleute bzw. Wanderhändler in die Ferne auf, um ihre Leinenstoffe zu verkaufen. Am bekanntesten ist die Familie Brenninkmeyer, aus der die Gründer von C&A, Clemens und August Brenninkmeyer, stammen. Bettina Weiguny hat die bewegte Geschichte der Familie Brenninkmeyer in ihrem lesenswerten Buch Die geheimnisvollen Herren von C&A - Der Aufstieg der Brenninkmeyers beschrieben. Weitere bekannte Tödden-Familien mit Mettinger Wurzeln sind Hettlage, Lampe, Voss und Boecker. Prominente Tödden sind auch die Cloppenburgs, unter denen James Cloppenburg hervorsticht. Zusammen mit der Familie Peek gründeten sie das Textilhandelsunternehmen Peek & Cloppenburg (P&C).

Um sich vor Dieben und zudringlichen Blicken zu schützen, entwickelten die Tödden eine eigene Geheimsprache, auch Humpisch genannt. Friedrich Ernst Hunsche aus Lienen hat einige Forschungen dazu betrieben. 

Welcher Ort wäre geeigneter für ein Museum über die Tödden als Mettingen? Dort kann man sich im Tüottenmuseum einen Einblick in die, im wahrsten Sinn des Wortes, bewegte Geschichte dieser emsigen Kaufleute verschaffen. 

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Westfälische Chemiker

Von Ralf Keuper

Die Chemie stand lange Zeit im Schatten ihrer Schwestern der Medizin und der Pharmazie. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass die ersten Chemiker zuerst Mediziner oder Pharmazeuten waren, wie Otto Tachenius, Pionier der chemischen Wissenschaften und Entdecker der Fettsäure, der 1610 in Herford geboren wurde. 

Einer der ersten Vertreter des universitären Lehrfaches der Chemie war Johann Conrad Barchusen. Das wichtigste Arzneibuch des 17. Jahrhunderts, den "Artzney-Schatz", verfasste Johann Schröder. Im Jahr 1804 gelang es Friedrich Sertürner Morphin zu isolieren. Heute gilt er als Pionier der Schmerztherapie. Jährlich vergibt die Sertürner-Gesellschaft den Sertürner-Preis für Schmerzforschung. Ein berühmter Chemiker und Glastechniker war und ist Otto Schott, nach dem die SCHOTT-Glaswerke benannt wurden. Einige Jahre Privatassistent von Justus Liebig, Hersteller der ersten Nickelmünze des Deutsches Reiches und Erfinder des Plattierens war Theodor FleitmannWilhelm Normann ist der Erfinder der Fetthärtung und damit einer der Pioniere der industriellen Margarineherstellung. Einige Erfindungen im Bereich der Fettsäuren und der synthetischen Speisefette gehen auf Arthur Imhausen zurück. Rudolf Rempel war ein Pionier des Einkochverfahrens. Ernst Menne erfand das Sauerstoffschmelzverfahren. Julius Berendes ist einer der Väter der Pharmaziegeschichte. Franz-Josef König begründete die Lebensmittelchemie. 

Wilhelm Haarmann gelang die erste Synthese von Vanillin. 

1967 erhielt Manfred Eigen den Nobelpreis für Chemie für seine Forschungen zur Geschwindigkeitsmessung von schnellen chemischen Reaktionen. 

Die Universitätsgesellschaft Münster verleiht alle zwei Jahre den Ernst-Hellmuth-Vits-Preis, der bereits an einige namhafte Chemiker vergeben wurde.  

Weitere Chemiker:

Karl Kippenberger

Heinrich Ludwig Buff

Alfred Rieche

Karl Lohmann

Joseph Grobe

Gerhard Quinkert

Louis Aronstein

Friedhelm Korte

Thomas Carell 

Hartwig Höcker

Luise Holzapfel

Wilhelm Husmann

Rudolph Brandes

Hans Leo Kornberg

Heinz Krekeler

Josef Tillmans

Nicola Hüsing

Ewald Katzschmann

Heribert Cypionka

Michael Binnewies

Bionik in Westfalen

Bei der Bionik handelt es sich um einen relativ jungen Forschungszweig. Vereinfacht ausgedrückt geht es dabei um die Übertragung der Erfolgsgeheimnisse der Natur auf die Entwicklung neuer Produkte und Verfahren. 
2011/2012 fand die ausgesprochen sehenswerte Ausstellung Bionik - Patente der Natur im LWL-Museum für Naturkunde in Münster statt. 

Mittlerweile kann man Bionik in Westfalen an der Westfälischen Hochschule in Bocholt und der Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL) als Studiengang belegen.

Nach Ansicht der Management-Agentur Münsterland e.V. hat die Bionik das Potenzial, die Region als technologisch innovativen Standort zu positionieren.

Weitere Informationen:

Bionik-Nachwuchs stellte Projekte auf der Hannover-Messe vor