Freitag, 29. November 2013

Johann Georg Hamann - Magus des Nordens

Von Ralf Keuper

Lange Zeit galt Johann Georg Hamann als Irrlicht unter den deutschen Denkern. Erst in den letzten Jahrzehnten hat sich der Blick gewandelt. Seitdem stehen die häufig sprunghaften und nicht immer leicht zugänglichen Gedankengänge Hamanns in dem Ruf, zu einem bessern Verständnis einiger Entwicklungen der modernen Gesellschaft beitragen zu können, wie in Fragen des Glaubens und der Naturwissenschaft. Erwin Chargaff, der scharfzüngige Kritiker der modernen Naturwissenschaften bzw. der Genforschung, berief sich immer wieder auf Hamann:
Es ist natürlich nicht ungefährlich, einen alten Denker als Kronzeugen anzurufen gegen eine Richtung, welche die Wissenschaft unserer Tage eingeschlagen hat. Dennoch möchte ich sagen, dass es so etwas gibt wie eine umgekehrte Vogelperspektive: aus der fernen Distanz der Vergangenheit lässt sich unsere Gegenwart mit klareren Augen erblicken. (in: Warnungstafeln. Die Vergangenheit spricht zur Gegenwart)
Von Hamanns Denken beeinflusst, ja beeindruckt waren neben Dichtern wie Herder, Goethe und Ernst Jünger auch Philosophen wie Schelling und KierkegaardHegel dagegen tat sich, was nicht verwundert, schwer mit Hamanns Denken und Stil, während Wilhelm Dilthey dagegen schon aufgeschlossener war.

Der Philosophie seines Gönners Immanuel Kant stand Hamann kritisch gegenüber. Zu sehr vertraue Kant auf das Vermögen des abstrakten, reinen Denkens und vernachlässige dabei den Wert der Sprache:
Kant hat das Wort vergessen, ein Purismus der Vernunft von der Sprache aber ist unmöglich. Wer nicht in die Gebärmutter der Sprache, welche die Deipara [Gottesgebärerin] unserer Vernunft ist, eingeht, ist nicht geschickt zur Geistestaufe einer Kirchen- und Staatsreformation.
Martin Seils hat die Besonderheiten im Denken Hammans in seinem Buch Wirklichkeit und Wort bei Johann Georg Hamann besonders eindrücklich herausgearbeitet. (Vgl. dazu: Golgotha und Schiblimini)

Seine letzte irdische Zuflucht fand Hamann bei der Fürstin von Gallitzin, die mit dem Kreis von Münster einen Salon unterhielt, ähnlich dem berühmten der Rahel Varnhagen
Jedenfalls war der Kreis von Münster so bekannt, dass neben Hamann auch Goethe den weiten Weg nach Westfalen auf sich nahm. Goethe u.a. auch, um das Grab Hamanns zu besuchen. Hamanns letzte Stunden hielt die Fürstin von Gallitzin in ihrem Tagebuch fest. Seine letzte Ruhestätte fand Hamann in ihrem Garten. 

Friedrich Leopold zu Stolberg gibt dazu folgende Schilderung:
Im Garten der Fürstin liegt Hamann begraben. Inschrift und Urne bezeichnen die Ruhestätte des tiefen Denkers, dessen Geist sich oft aus Adlerschwingen poetischer Kraft erhob und in Gewölken sich verlor, wohin nur der schärfste Blick, und auch nicht der immer, ihm nachsieht. Mit einem Mann von seinem Geist, seinem Herzen, musste die Gallitzin sympathisieren. Beider kindliche Einfalt, im echt evangelischen Sinne, heiligte ihre Freundschaft und hob den protestantischen Weisen sowohl als die eifrige Katholikin über ihre ängstliche Bedenklichkeit ihres verschiedenen Bekenntnisses. (Besuch in Münster, in: Westfälisches Hausbuch)
In Münster hält man sein Andenken daher auch heute noch wach, wie mit den Magus-Tagen. In diesem Jahr erhielt der Berliner Philosoph Wilhelm Schmidt-Biggemann den Hamann-Forschungspreis. 

Samstag, 23. November 2013

Westfälische Kunstwerke und Kunstschätze

Von Ralf Keuper

Über die Jahrhunderte sind in Westfalen zahlreiche Kunstwerke und Kunstschätze von hohem Rang entstanden. 

Das älteste in Westfalen entstandene Kunstwerk sind die Karolingischen Malereien im Kloster Corvey
Gegen Mitte des 11. Jahrhunderts wurde in Paderborn die Imad-Madonna, ein Hauptwerk der ottonischen Kunst erschaffen. Als einer der größten Kunstschätze der Romanik in Deutschland gilt in Fachkreisen das Mindener Kreuz. Um dieselbe Zeit entstand das Bockhorster Triumphkreuz. Aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts stammt das Soester Antependium, das älteste überlieferte Tafelbild des deutschen Sprachraums. Ebenfalls in Soest kann man in der Wiesenkirche das Westfälische Abendmahl bewundern, das um 1500 entstand. Der Beckumer Prudentia-Schrein aus dem 13. Jahrhundert ist ein Höhepunkt der Goldschmiedekunst nicht nur Westfalens. Ein Meisterwerk der Spätgotik ist der Marienaltar in Dortmund aus der Hand von Conrad von Soest
Der Cappenberger Barbarossakopf gilt als die erste unabhängige Porträtdarstellung der abendländischen Kunst seit der Zeit der Karolinger. 

Die Skulpturen von Heinrich Brabender sind weit über Westfalen und Norddeutschland verstreut. Das von Hermann tom Ring stammende Portrait der Familie Rietberg ist ein Meisterwerk der Malerei des Mittelalters. Hauptsächlich in Westfalen gewirkt haben die Kupferstecher Heinrich Aldegrever und Israhel van Meckenem.  

Viele aus Westfalen stammende Künstler haben fern der Heimat gewirkt wie Meister Bertram, Hinrik Funhof, Peter Lely, Caspar von Zumbusch und Erhart Küng.   

Daneben wäre noch über weitere Kunstwerke und Kunstschätze zu berichten, was an dieser Stelle aber zu weit führen würde. Hierfür sei auf das Buch 100 Meisterwerke westfälischer Kunst verwiesen. 

Weitere:

Scheibenfibel

Freitag, 22. November 2013

Die Museumslandschaft in Westfalen

Von Ralf Keuper

Die Museumslandschaft in Westfalen ist reich an Abwechslungen und Überraschungen. Das Spektrum reicht von der Kunst über die Bildung bis hin zu Museen, die mit Kuriositäten aufwarten. 

Unter den Kunstmuseen genießen die Kunsthalle Bielefeld, das Museum für Gegenwartskunst in Siegen, das Skulpturenmuseum Glaskasten in Marl, das Osthaus Museum in Hagen, das Museum Ostwall im Dortmunder U, das MARTa Herford, das Kunstmuseum Ahlen, das Josef Albers Museum Quadrat Bottrop, die Kunsthalle Recklinghausen, das Kunstmuseum Bochum, das Gustav Lübcke-Museum in Hamm, das Kunstmuseum Gelsenkirchen, das Kunstmuseum Pablo Picasso in Münster und natürlich das Flaggschiff, das Landesmuseum für Kunst und Kultur in Münster, das nach umfangreichen Umbauarbeiten ab Herbst 2014 wieder im neuen Glanz erstrahlt, einen ausgezeichneten Ruf. Nicht fehlen darf das Museum Kloster Bentlage in Rheine. 

Der Bildung verschrieben haben sich das weltgrößte Computermuseum, das HeinzNixdorfMuseumsforum in Paderborn, das Deutsche Bergbaumuseum in Bochum, die DASA Arbeitswelt-Ausstellung in Dortmund, das Geomuseum in Münster und das LWL-Museum für Naturkunde, ebenfalls in Münster. 

Die Kultur kommt im LWL-Freichlichtmuseum Detmold, dem größten seiner Art in Deutschland, im Westfälischen Museum für Klosterkultur in Dahlheim, im Siegerlandmuseum in Siegen, im Sauerlandmuseum in Arnsberg,  im Museum Eslohe, im LWL-Freichlichtmuseum in Hagen, im LWL-Museum für Archäologie in Herne, im Westfälischen Museum für Religiöse Kultur in Telgte, im Kulturgut Haus Notteck, auf Gut Böckel und im Weserrenaissance-Museum Schloß Brake in Lemgo zu ihrem Recht. Und nicht zu vergessen: Das Museum Bürg Hülshoff in Havixbeck. 

Daneben gibt es in Westfalen noch eine Vielzahl von Museen, die sich auf bestimmte Gebiete spezialisiert haben, die in den anderen Museen in dieser Tiefe nicht behandelt werden können. Dazu zählen das Ikonen Museum Recklinghausen, das Westfälische Glockenmuseum in Gescher, das Museum für Lackkunst in Münster, das Medizin- und Apothekenmuseum in Rhede, das Grünsandsteinmuseum in Soest, das Baumberger-Sandsteinmuseum in Havixbeck, das Brauerei-Museum in Dortmund, das Glasmuseum in Coesfeld, das Zentrum für Internationale Lichtkunst in Unna und das Deutsche Tabakmuseum in Bünde. 

Freunde sakraler Kunst kommen im Diözesanmuseum Paderborn, im Bischöflichen Diözesanmuseum in Münster und in der Mindener Domschatzkammer auf ihre Kosten.

Zu den Kuriositäten gehören, für mich jedenfalls, das Heringsfängermuseum Heimsen (Petershagen), das Westfälische Karnevalsmuseum in Menden, das Puppenmuseum Tecklenburg, das Museum der Belgischen Streitkräfte in Deutschland in Soest und das Deutsche Fächermuseum in Bielefeld. 

Wer sich mehr für Technik und Autos interessiert, ist im Automuseum Stadtlohn, im Motor Technica Museum Bad Oeynhausen, im Motorradmuseum Heiner Beckmann in Harsewinkel-Greffen, im Deutschen Traktoren- und Modellautomuseum in Paderborn, im Siku-Wilking-Museum in Lüdenscheid, im Claas-Museum TECHNOPARC in Harsewinkel und im Eisenbahn-Museum Bochum bestens aufgehoben. 

Nicht mehr lange und man kann in Dortmund das DFB-Fußballmuseum besuchen. 

Mittwoch, 20. November 2013

Westfälische Ordensritter und Landmeister

Von Ralf Keuper

Der Deutsche Orden war  während des Mittelalters ein gewichtiger Machtfaktor in Mittel- und Osteuropa. Mit der Reformation begann sein Stern jedoch zu sinken. Ein entscheidender Wendepunkt war bereits die Schlacht bei Tannenberg von 1410. 
Organisiert war der Deutsche Orden in verschiedenen Balleien, wie der Ballei Westfalen. Wichtigste Standorte in Westfalen waren Münster, Mühlheim und Dortmund. Einflussreiche Landkomture waren Neveling von der Recke und Georg Levin von Nagel

Als erster Landmeister des Deutschen Ordens in Preußen ging Hermann von Balk, der auch den Beinamen "Der erste Preuße" trägt, in die Geschichte ein. In den folgenden Jahrhunderten stellte der westfälische Adel eine Vielzahl der Landmeister von Livland, von denen Wolter von Plettenberg der bedeutendste ist. Ein weiterer bekannter Landmeister von Livland aus Westfalen war Johann Freitag von Loringhofen. Johann Wilhelm von Fürstenberg war vorletzter Landmeister von Livland. Als letzter Landmeister von Livland und danach erster Herzog von Kurland und Semgallen ging Gotthard Kettler in die Geschichtsbücher ein. 

Im Preußenmuseum in Minden kann man sich die ständige Ausstellung zum Deutschen Orden ansehen. 


Sonntag, 17. November 2013

Westfälische Heilige

Von Ralf Keuper

Die erste Heilige Westfalens ist Ida von Herzfeld. Sie wurde bereits im Jahr 980 von Bischof Dodo von Münster heilig gesprochen. Eine weitere Heilige ist Mathilde, die Mutter Ottos des Großen. Einige Zeit in Corvey gewirkt hat der "Apostel des Nordens", der Heilige Ansgar. Gottfried von Cappenberg stammte aus einer der reichsten und mächtigsten Familien der damaligen Zeit. Die Tatsache, dass aus Westfalen im Mittelalter keine geschlossene Einheit wurde, führen einige Historiker auf seinen Entschluss zurück, der weltlichen Macht zu entsagen und stattdessen in kirchliche Dienste zu treten. Die Heilige Heriburg war Schwester des Heiligen Liudigers, Gründer des Bistums Münster. Sie war die erste Äbtissin des Frauenklosters Nottuln. Als Märtyrerin des Münsterlandes wird die Heilige Reinhildis verehrt. Als Missionar im Vest Recklinghausen war der Heilige Suitbert tätig. 

Der Heilige Paternus lebte als freiwillig Eingeschlossener in der Nähe des Abdinghofs in Paderborn. Bertheid die Heilige war Äbtissin in Münster. Der Heilige Meinolf gründete das Kloster Böddeken bei Paderborn. Die Überführung der Reliquien des Heiligen Liborius von Le Mans nach Paderborn im Jahr 836 legte den Grundstein für die weltweit älteste Städtefreundschaft. 

Weitere:

Sophia von Minden

Waltger

Christina von Hamm

Schmallenberger Dichterstreit

Von Ralf Keuper

Als Wendepunkt in der westfälischen Literaturgeschichte gilt der Schmallenberger Dichterstreit. Im Jahr 1956 trafen sich im sauerländischen Schmallenberg einige westfälische Dichter und Schriftsteller, um die Frage zur Zukunft und Bedeutung der westfälischen Literatur zu diskutieren. Daraus entwickelte sich ein Streit, in dessen Zentrum die Abkehr von einer konservativ, völkisch inspirierten Dichtung und stattdessen die Hinwendung Westfalens an die literarische Moderne stand. Meinungsführer waren damals u.a. Paul Schallück und der spätere Büchner-Preisträger Ernst Meister.

Auslöser des Streits war ein Beitrag des Germanisten Clemens Hesselhaus, in dem dieser die These aufstellte, dass eine eigenständige westfälische Literatur nie existiert und es sich um eine nachträgliche Mystifikation gehandelt hätte. Eine Position, der sich Meister, Schallück u.a. anschlossen. Der Konflikt schlug damals hohe Wellen. Als Folge davon, begann sich auch in Westfalen die literarische Moderne durchzusetzen, was wohl nicht der ursprünglichen Absicht des Veranstalters (LWL) entsprach. 

Ebenfalls für großes Aufsehen im Literaturbetrieb der Nachkriegszeit sorgte ein Bericht über ein fiktives Dichtertreffen in Westfalen - gemeint ist die Erzählung Das Treffen in Telgte von Günter Grass. 

Weitere Informationen:

60 Jahre nach dem Schmallenberger Dichterstreit

Samstag, 16. November 2013

Voltaire in Westfalen

Von Ralf Keuper

Der Philosoph Voltaire, für viele der erste Intellektuelle überhaupt, hat an Westfalen kaum ein gutes Haar gelassen. Literarisch fand sein Spott in der berühmten Erzählung Candide seinen Niederschlag. 

Dort heisst es gleich zu Anfang:
In Westfalen auf dem Schlosse des Herrn Baron von Donnerstrunkshausen ward mit der jungen Herrschaft zugleich ein junger Mensch erzogen, ein gar liebes, sanftes Geschöpf, aus dessen kleinstem Gesichtszuge Sanftheit hervorblickte. An Kopf fehlt' es ihm gar nicht, und doch war er so offen, so rund, so ohn' alles Arg wie unsre Ahnen. ... Der Herr Baron, Hans Jost Kurt von Donnerstrunkshausen, war einer der Matadore in Westfalen, denn sein Schloß hatte Tür' und Fenster, ja sogar einen austapezierten Saal.
Da stellt sich die Frage, worin die Abneigung Voltaires Westfalen gegenüber ihren Ursprung hat. Eine Erklärung liefert Alfred Voßschulte in seinem Beitrag Westfalen - Stiefkind der Moderne? 

Voßschulte berichtet von einer Episode, die sich im Jahr 1744 in Brackwede (heute Ortsteil von Bielefeld) zugetragen hat, als sich Voltaire in einer Kutsche auf dem Weg von Compiégne nach Potsdam befand: 
Wie es das Unglück wollte, saß er in Brackwede bei Bielefeld fest. Ob die Kutsche umgefallen oder ähnliches passiert war, jedenfalls zogen ihn die westfälischen Bauern aus dem Dreck und konnten sich vor Lachen nicht halten, als sie den überaus eleganten Franzosen mit Spitzenjabos an den Ärmeln und seidenen Pluderhosen über den Knien, mit verrutschter Perücke auf seinen Schnallenschuhen schimpfend herum sprangen sahen. Das hat ihnen der Voltaire nie vergessen. 
An einer anderen Stelle heisst es sogar, Voltaire sei in Brackwede als des "Königs Affe" beschimpft worden. 

Voltaires abfällige Äußerungen über Westfalen blieben nicht ohne Widerspruch. So ging Justus Möser, von Goethe auch "Der Patriarch von Osnabrück" genannt, mit Voltaire hart ins Gericht. Möser warf ein, dass Stift Osnabrück, das für ihn das Zentrum Westfalens war, habe mehr Einwohner pro qm als Frankreich, wobei es sein Ackerland deutlich ertragreicher nütze. Auch seien die Menschen in Westfalen arbeitsam, wahrhaftig und gesund. 
Teile davon finden sich auch in Mösers Aufsatz Schreiben eines reisenden Parisers an seinen Wirt in Westfalen aus den Patriotischen Phantasien

Gut möglich, dass verletzte Eitelkeit der Grund für Voltaires Spott über Westfalen und seine Bewohner war. Auch oder gerade Intellektuelle sollen davon nicht frei sein ;-)

Symphonien und Musikstücke westfälischer Komponisten (Auswahl)

Von Ralf Keuper

Westfälische Komponisten haben einige ausgesprochen schöne Symphonien und Musikstücke geschrieben. Hier eine Auswahl meiner persönlichen Favoriten:






Weitere Informationen:



Die Musiklandschaft in Westfalen

Von Ralf Keuper

Die westfälische Musiklandschaft hat einige Höhepunkte zu bieten. Neben Symphonieorchestern zählen dazu auch Hochschulen, Chöre und diverse Musikfeste. 

Bekannte Symphonieorchester in Westfalen sind die Neue Philharmonie Westfalen in Dortmund, die Nordwestdeutsche Philharmonie in Herford und die Philharmonie Südwestfalen in Hilchenbach. Eine erste Adresse ist auch das Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen. Hervorzuheben ist ebenfalls das sinfonische Blasorchester Westfalen Winds in Marl. 

Mittlerweile fester Bestandteil des Kulturlebens in Westfalen sind das Musikfest musiklandschaft.westfalen, die Westfalen Classics und die Wittener Tage für neue Kammermusik. Alljährlich finden in Herne die Tage alter Musik statt. 

In Detmold hat Johannes Brahms einige Zeit gewirkt. Insofern ist es kein Zufall, und falls doch, ein glücklicher, dass in Detmold die weit über die Landesgrenzen bekannte Hochschule für Musik ihren Sitz hat. In diesem Jahr richtete Detmold das 88. Bachfest aus. 
Im nahegelegenen Herford residiert die Hochschule für KirchenmusikIm münsterländischen Heek befindet sich die Landesmusikakademie Nordrhein-Westfalen

Seit 1948 besteht der Chor Die Westfälischen Nachtigallen mit Sitz in Ahlen. Weltbekannt ist der Bielefelder Kinderchor

Auf die wohl längste Tradition in Westfalen zurückblicken kann der Domchor Paderborn. Der Domchor Münster ist ebenfalls über die Grenzen der Region bekannt. Weitere Domchöre in Westfalen sind der St. Patrokli-Domchor in Soest und der Domchor zu Minden

Unter den Chören der evangelischen Kirche sind das Stadtkantorat Bielefeld und die Ev. Kantorei Sennestadt hervorzuheben. 

Über einen Chor verfügen auch die Universitäten BielefeldMünster, Dortmund, Paderborn und Siegen. Die Ruhr-Uni Bochum hat daneben noch ein eigenes Orchester. 

Einen besonderen Stellenwert hat in Westfalen die Orgelmusik, wie man auf der Seite Orgelatlas Ostwestfalen-Lippe nachlesen kann. 

Die Theaterlandschaft in Westfalen

Von Ralf Keuper

So vielfältig wie die Region, so vielfältig ist auch die Theaterlandschaft in Westfalen. Besonders im Ruhrgebiet finden sich viele herausragende Spielstätten, wie das Schauspielhaus Bochum, eines der größten und renommiertesten Theater in Deutschland. Schon die Liste der Namen ehemaliger Intendanten ist beeindruckend: Von Peter Zadek, Claus Peymann, über Leander Haußmann bis zu Matthias Hartmann. 
Überhaupt ist die Theaterszene in Bochum außergewöhnlich facettenreich. Neben dem prinz regent theater verdient das Figurentheater-Kolleg Erwähnung. Doch damit noch lange nicht genug, wie der Beitrag Theater und Bühnen in Bochum zeigt. An der Ruhr-Uni Bochum existiert sogar ein Institut für Theaterwissenschaft

Das Theater Dortmund sorgt mit seinen Inszenierungen immer wieder für Aufsehen. Legendär sind die Aufführungen unter dem ehemaligen Intendanten John Dew, der zuvor am Theater Bielefeld von sich Reden machte. Hervorzuheben ist auch das Ballettzentrum am Theater Dortmund. Ein Kleinod der Dortmunder Theaterszene ist die freie Bühne Fletch Bizzel. 1979 gegründet gehört das Ensemble Fletch Bizzel zu den ältesten seiner Art im deutschsprachigen Raum.

Das Musiktheater im Revier (MiR) in Gelsenkirchen ist allein schon seiner Architektur wegen einen Besuch wert. 

Ein kultureller Magnet der Stadt Hagen ist das Theater, das mit seinen Opern-Inszenierungen die Zuschauer immer wieder in den Bann zieht, wie aktuell mit "Don Pasquale"

Weitere bekannte Bühnen sind das Theater Bielefeld, das Theater Münster und das Theater Paderborn - Westfälische Kammerspiele. Die Bühnen in Bielefeld und Münster verfügen über ein eigenes Ballet. 

Als größte Reisebühne Europas gilt das Landestheater Detmold. Am Haus sind die Sparten Oper, Ballet und Schauspiel vertreten. 

In jeder Beziehung außergewöhnlich ist das Westfälische Landestheater in Castrop-Rauxel, wie das Stück Der Mann, der die Welt aß zeigt. 

International bekannt sind die Ruhrfestspiele Recklinghausen. 

Unter den Bespieltheatern ist neben anderen das Apollo-Theater in Siegen hervorzuheben. 

In Dortmund residiert der Verband Freie Darstellende Künste NRW e.V. , der im Jahr 2011 eine Bestandsaufnahme und Situation der Freien Theater in Nordrhein-Westfalen veröffentlicht hat. 

Mittwoch, 13. November 2013

Westfälische Pädagogen

Von Ralf Keuper

Schon Sokrates ereiferte sich über die seiner Ansicht nach zunehmende Lernunwilligkeit der Jugend, die vor Autoritäten ebenso wenig Respekt hat wie vor den Lehren der Alten:
Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer. 
Seitdem haben sich ganze Generationen von Pädagogen bemüht, diesen beklagenswerten Zustand zu beheben. Zu den bekanntesten zählen Johann Heinrich Pestalozzi, Maria Montessori und Friedrich Fröbel

Auch in Westfalen fand die Pädagogik eifrige Mitstreiter, von denen Adolf Diesterweg wohl der bekannteste ist und der für seine Zeit ausgesprochen liberale Ansichten vertrat. Seine Pädagogik orientierte sich dabei am Naturalismus. Ihm zu Ehren vergibt die Universität Siegen den "Diesterweg-Ring"

Für seine direkte Bekanntschaft mit Martin Luhter und Philipp Melanchton wurde Hermann Tulichius ebenso berühmt, wie durch seine Schulregeln, die "Leges Tulichianae". 

Mit seiner Allgemeinen Schulverordnung für das Münsterland sorgte Bernhard Overberg für eine Bildungsrevolution. 

Johann Kistemaker verfasste u.a. lateinische, griechische und deutsche Sprachlehrbücher, die auch noch lange nach seinem Tod im Schulunterricht verwendet wurden. Ein Schulreformer war Friedrich Adolf Sauer

Bernhard Natrop war maßgeblich an dem von Wilhem von Humboldt initiierten preußischen Schulgesetzentwurf von 1819 beteiligt. Darüber hinaus gilt er als Wegbereiter der Musikdidaktik. 

In den 1970er Jahren startete in Bielefeld mit der Laborschule ein pädagogisches Experiment, das noch heute bundesweit für Aufsehen sorgt. Bekannt wurde die Schule auch durch ihren charismatischen Gründungsrektor Hartmut von Hentig.

Im Jahr 2012 wurden gleich fünf Pädagogen aus Westfalen mit dem ersten Preis beim Deutschen Lehrerpreis ausgezeichnet.  

Wer sich einen Überblick über die Pädagogische Landschaft in Westfalen-Lippe verschaffen will, kann dies auf den Seiten des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) machen. 

Weitere Pädagogen:

Heinrich Ludwig Boerner

Johann Wilhelm Kuithan

Ludwig Adolf Wiese

Georg Hinzpeter ein westfälischer Schulmann

Julius Ostendorf

Sonntag, 10. November 2013

Westfälische Kreuzritter

Von Ralf Keuper

Die Abenteuer der Kreuzritter liefern noch immer Stoff für Romane und Verfilmungen. Aber auch die Wissenschaft bringt gelegentlich Werke hervor, die in lebendiger Sprache das Leben der Ritter aus historischer Perspektive erzählen, wie das lesenswerte Buch "Guillaume le Marechal oder der beste aller Ritter" von Georges Duby

Auch in Westfalen machten sich zahlreiche Ritter und Kirchenfürsten ins Heilige Land auf, um Jerusalem aus den  Händen der "Ungläubigen" zu befreien. 

Der mit Abstand bedeutendste unter ihnen ist Bernhard von Horstmar. Selbst der legendäre Saladin soll ihm die Anerkennung nicht verweigert haben. Voll des Lobes war auch der Chronist Wilhelm der Bretone
Dem kam keiner gleich unter allen Deutschen, keiner war größer an Körperbau noch an Hoheit des Sinnes, so groß war sein Ruhm, so geehrt sein Name, dass der des Kaisers kaum mehr gefeiert wurde in Sachsen. (in: Westfälische Geschichte von Hermann Rothert)
Daneben reiste Bernhard von Horstmar in erfolgreicher diplomatischer Mission im Auftrag des deutschen Kaisers durch halb Europa. 

Widukind von Rheda, Stifter des Klosters Marienfeld, blieb auf dem Schachtfeld vor Akkon. Teilnehmer des 3. Kreuzzuges waren ebenfalls Simon I. von TecklenburgWittekind III. von Waldeck und Arnold von Berg. Während Simon von Tecklenburg den Kreuzzug unbeschadet überstand, kamen Wittekind von Waldeck und Arnold von Berg dabei ums Leben. 
Zur Vorbereitung des Dritten Kreuzzuges sandte Kaiser Barbarossa eine Gesandschaft unter Führung von  Hermann II. von Katzenelnbogen an den Hof von Kaiser Issak II. Angelos nach Konstantinopel. Hermann II. nahm später selbst am Kreuzzug teil. 

Weitere:

Bernhardus de Thekenbrok



Samstag, 9. November 2013

Westfälische Entomologen (Insektenforscher)

Von Ralf Keuper

Von der Entomologie (Insektenforschung) geht eine Anziehungskraft aus, der sich neben herausragenden Forschern auch Literaten wie Ernst Jünger zeitlebens nicht entziehen konnten. Die Werke von Jean-Henri Fabre, einer der bedeutendsten Entomologen überhaupt, haben neben ihrem wissenschaftlichen auch einen hohen literarischen Wert. Für Klaus Honomichl sind die Insekten gar die heimlichen Herrscher der Welt. 

In Westfalen haben sich Hermann Julius Kolbe, ein weltweit anerkannter Fachmann für Käfer, und Johann Friedrich Wilhelm Herbst große Verdienste um die Insektenforschung erworben. Friedrich Westhoff verfasste ein Buch über die Käfer Westfalens. Für seinen lebendigen Sprachstil wie für seine Forschungen nach wie vor geschätzt ist Eduard Schoenemund. Sein Interesse galt vor allen den Wasserinsekten. 
Fritz Peus wurde wegen seiner Verdienste um die Entomologie mit der Fabricius-Medaille ausgezeichnet. 

Wer auf der Suche nach Gleichgesinnten in Westfalen ist, der ist bei der Arbeitsgemeinschaft westfälischer Entomologen e.V. genau richtig. 

Ein wahres Eldorado für Insektenforscher ist die Entomologische Sammlung des Museums für Naturkunde in Dortmund

Weitere Informationen:

Westfälische Zoologen

Westfälische Humanisten

Von Ralf Keuper

Mit dem Humanismus brach im Europa des Mittelalters eine neue Epoche an. Beflügelt durch die Lektüre der Werke antiker Denker, wie vor allem Platons, machten auch in Deutschland einige Gelehrte mit kritischen Äußerungen über die Lehre der Kirche, insbesondere gegenüber der Scholastik, auf sich aufmerksam. 

Zu den frühesten Vertretern des Humanismus in Westfalen zählen Alexander Hegius und Rudolf von Langen. Hegius wurde als Lehrer des wohl bedeutendsten Humanisten des Mittelalters, Erasmus von Rotterdam, berühmt. Große Bewunderung brachte Erasmus auch Dietrich Coelde  aus Münster entgegen. Weiterer Schüler von Hegius war Hermann von dem Bussche, der in Sassenberg geboren wurde. Wegen seiner kritischen Einstellung gegenüber der herrschenden Lehre der katholischen Kirche, war von dem Bussche zur Wanderschaft gezwungen, die ihn an die verschiedensten Universitäten Europas führte - von Paris, über Bologna, Köln, Rostock, Leipzig, Heidelberg, Wittenberg bis nach Marburg. Gegen Ende seines Lebens stand er der Lehre Luthers nahe. 

Hohes Ansehen genoss auch Jacob Montanus, der von Luther als Verkünder des Evangeliums in Westfalen gelobt wurde.

Eine für die damalige Zeit große Bibliothek besaß der Humanist Johannes Cincinnius, die derzeit von der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf digitalisiert wird. Im Jahr 2000 publizierte Andreas Freitäger ein Buch, das sich mit der Bedeutung von Cincinnius für den Humanismus in Deutschland beschäftigt. 

Ein bedeutender Humanist war auch Johannes Rivius aus Attendorn. Eine wichtige Neuerung, die Rivius in den damaligen Schulunterricht einführte, war die Lehre der lateinischen Grammatik in deutscher Sprache. 

Weitere Humanisten:

Friedrich Beurhaus

Johannes Löwenklau

Hinrich Boger

Jakob Schöpper

Johannes Veghe

Bartholomaeus Coloniensis 

Die Humanisten Joseph Horlenius und Jacob Montanus

Josef Horlenius

Westfälische Heimat- und Mundartdichter

Von Ralf Keuper

Die westfälische Heimat- und Mundartdichtung hat im heutigen Literaturbetrieb keinen leichten Stand. Schnell, und nicht immer unberechtigt wie der Fall Karl Wagenfeld zeigt, kommt der Vorwurf der Heimattümelei und der Verbreitung völkischen Gedankenguts. (Vgl. dazu: Plattdeutsche Kriegsdichtung aus Westfalen 1914-1918 und Der völkische Flügel der sauerländischen Heimatbewegung von Peter Bürger) Auch wirkt die plattdeutsche Sprache auf viele Leser fremd. Allerdings beginnt sich das langsam zu ändern, wie das wachsende Interesse am Plattdeutsch beweist. 

Nicht jeder westfälische Heimatdichter hat in der plattdeutschen Sprache geschrieben. So verfasste Friedrich Wilhelm Weber sein Buch "Dreizehnlinden" ebenso in Hochdeutsch wie Levin Schücking und Annette von Droste-Hülshoff ihre Heimatbeschreibungen. 

Werke wie "Suerländskes Platt" und "Memoiren eines Dorfjungen" begründen den Ruf von Friedrich Wilhelm Grimme als Dichter des Sauerlandes. Sein Gegenüber auf münsterländer Seite war Augustin Wibbelt. Eines seiner bekanntesten Gedichte und in einer Tonaufnahme von ihm selbst vorgetragen ist Dat Pöggsken. Karl Prümer aus Dortmund hat die westfälische Dichtung um einige wichtige Werke und mit seinen Forschungen bereichert. Als Sänger plattdeutscher Lieder wurde Tönne Vormann in Westfalen bekannt. Zahllose Beiträge in Plattdeutsch hat Siegfried Kessemeier veröffentlicht. In seinen Büchern hat sich Rainer Krewerth intensiv mit seiner münsterländischen Heimat beschäftigt. Theo Breider ist als Autor der münsterländischen Pättkesführer hervorgetreten. Ein Münsterländer Heimatdichter war auch Eli Marcus. Die hohe schriftstellerische Qualität seiner Werke verschaffte Ferdinand Krüger aus Bochum hohes Ansehen. Aus Siegen stammte Paul Spruth, der u.a. die literarische Gesellschaft für Unna und Umgebung gegründet hat. Erster Mundartforscher des kölnischen Sauerlandes war Johann Rottger Köne

Mit ihrer Lyrik in sauerländischer Mundart erwarb sich Christine Koch großes Ansehen. Und nicht zu vergessen: Heinrich Schürmann aus Herzebrock-Clarholz

Aktuell sind es Rainer Schepper und Norbert Johannimloh, die sich als Autoren der plattdeutschen Sprache besonders verbunden fühlen.  

Die Erforschung und Pflege der niederdeutschen Sprache hat sich die Rottendorf-Stiftung aus Ennigerloh zum Ziel gesetzt. 

Weitere Dichter und Autoren:

Adolf Müller 

Heinrich Luhmann

Peter Kuhweide

Georg Bühren

Friedrich Westhoff

Jacob Heinzerling

Luise Beccard-Blensdorf

Andreas Heinrich Blesken

Hedwig Jungbluth-Bergenthal

Johann Rotger Köne

Werner Heukamp

Anton Aulke

Fritz Steinhaus

Hermann Jellinghaus

Korl Biegemann

Gustav Hackemack

Erich Nörrenberg

Friedrich Leopold Woeste

Bernhard Thier 

Geschichte der Datenverarbeitung und Informatik in Westfalen - ein kurzer Überblick

Von Ralf Keuper

Die Datenverarbeitung hat in Westfalen eine lange Geschichte, deren erster Höhepunkt der Computus Emendatus war, den Reinher von Paderborn als Lehrer an der Domschule Paderborn im 11. Jahrhundert entwarf. Im Jahr 1618 trat der Universalgelehrte Athanasius Kircher in Paderborn in den Jesuitenorden ein und studierte für einige Jahre an der dortigen Theologischen Fakultät Theologie und Philosophie. In ihrem Buch "Allwissen und Absturz. Der Ursprung des Computers" bezeichnen Werner Künzel und Peter Bexte Kircher zusammen mit Raimundus Lullus und Gottfried Wilhelm Leibniz als Begründer der Computertheorie.  
Im 20. Jahrhundert hat der Paderborner Computerpionier Heinz Nixdorf mit seiner Nixdorf Computer AG den Markt für mittlere Datentechnik revolutioniert. Seiner Sammlerleidenschaft verdankt die Stadt Paderborn das weltweit größte Computermuseum - das Heinz Nixdorf MuseumsForum. Die überdurchschnittlich hohe Anzahl von IT-Unternehmen in Paderborn geht größtenteils auf ihn zurück, ebenso wie die herausragende Stellung, die die Informatik an der Uni Paderborn hat, wofür neben dem Heinz Nixdorf Institut auch das C-LAB und das s-lab stehen. 

Eine der größten und ältesten Informatik-Fakultäten Deutschlands ist die der TU Dortmund. Einen guten Überblick über die Ursprünge der Dortmunder Informatik liefert Hans Decker. Im Jahr 1991 verlieh die Uni Dortmund dem Erfinder des ersten funktionsfähigen Computers der Welt, Konrad Zuse, die Ehrendoktorwürde. In Dortmund wurde im Jahr 1957 auch mit der Mathematischen Beratungs- und Programierungsdienst (mbp) das älteste Softwarehaus Europas gegründet. Ebenfalls in Dortmund residiert das Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik. 

An der Ruhr-Universität Bochum ist das international renommierte Horst Götz Institut für IT Sicherheit angesiedelt. 

Mit Hilfe der auf den Mathematiker Wilhelm Ackermann zurückgehenden Ackermann-Funktion können in der theoretischen Informatik die Grenzen von Computer- Berechnungsmodellen ermittelt werden. 

Wachsende Bedeutung hat die sog. Industrial IT. Das Centrum für Industrial IT in Lemgo betreibt hier wegweisende Forschungen, ebenso wie die Zukunftsmeile Fürstenallee Paderborn

Nach Ansicht von Achim Clausing hielt Heinrich Scholz, der in engem Kontakt zu Alan Turing stand, an der Universität Münster die weltweit erste Informatik-Vorlesung. 

Weitere Informationen:

Sofwareindustrie in Westfalen