Samstag, 30. Juli 2016

Eingeschneit: Schneechaos im Münsterland (Dokumentationsfilm)

Das Münsterländer Schneechaos am 1. Adventswochenende 2005 war ein Wetterereignis, welches das Münsterland, Tecklenburger Land, Ruhrgebiet, Osnabrücker Land, das Bergische Land und das südliche Emsland ab dem 25. November 2005 traf und mehrere Tage andauerte. Auch der Osten der Niederlande war betroffen. Die Benennung Münsterländer Schneechaos geht auf den deutschen Wetterdienst (DWD) zurück. (Quelle: YouTube) 

Founders Foundation der Bertelsmann Stiftung

Samstag, 23. Juli 2016

Libori - eines der ältesten und größten Volksfeste Deutschlands

Von Ralf Keuper

Heute beginnt in Paderborn mit Libori eines der ältesten und größten Volksfeste Deutschlands. Die Wurzeln reichen bis in das 9. Jahrhundert zurück. Damals wurde der Jahrestag der Kirchweihe auch als weltliches Fest gefeiert. 




Die erste Liborikirmes hat ihren Ursprung im Magdalenenmarkt im Jahr 1521. Einer der Höhepunkte der Festlichkeiten ist das Liborimahl. Die Welt schreibt dazu: 
Gesellschaftlicher Höhepunkt ist in jedem Jahr das Liborimahl, zu dem die Gilde der Kaufleute in Paderborn einlädt. Es entspricht einer alten Tradition, die erstmals in einer Urkunde aus dem Jahre 1449 belegt ist. 

Wirtschaftsstandort Rheda-Wiedenbrück

Westfalen News #35

Von Ralf Keuper

Wiederum eine Aufstellung einiger Beiträge aus und über Westfalen, die mir in letzter Zeit aufgefallen sind:

Samstag, 16. Juli 2016

Kohlenmeiler im Siegerland (Film)

Handball-Land Ostwestfalen-Lippe

Von Ralf Keuper

Vor acht Jahren widmete sich brandeins in Herz und Seele im Handball-Land der Handball-Szene in Ostwestfalen-Lippe. Was nur wenigen bekannt sein dürfte: Ostwestfalen-Lippe ist so etwas wie die heimliche Hochburg des Handballs in Deutschland, oder wie es in dem Beitrag heisst:
Mit Dankersen hat es angefangen, nach dem Zweiten Weltkrieg eine Hochburg im Feldhandball. In den siebziger Jahren kam der TuS Nettelstedt, der heute TuS N-Lübbecke heißt, dazu; in den achtziger Jahren der TBV Lemgo. Alle drei spielen in der Bundesliga, eine Konzentration von Qualität, die es hierzulande nirgendwo sonst gibt. Jedes achte Mitglied des Deutschen Handball-Bundes (DHB) ist in OWL gemeldet, insgesamt 104000. Und wenn man bei Horst Bredemeier sitzt, dann könnte der endlos erzählen von Talenten in Dorfvereinen wie Spenge, Hövelhof und Hille, Lenzinghausen, Unterlübbe und Altenhagen. "Handball hat Tradition hier", sagt Bredemeier, "anders kann man es nicht erklären." ... 

Dobergmuseum - Geologisches Museum in Bünde (Trailer)

Freitag, 15. Juli 2016

Westernforschungszentrum Münster

Von Ralf Keuper

Was es alles gibt: In Münster residieren das Westernforschungszentrum und die Deutsche Gesellschaft zum Studium des Western e.V.

Über sich selbst schreibt das Westernforschungszentrum:
Das Zentrum widmet sich dem Studium und der Erforschung eines genuin amerikanischen Genres. Es steht in seiner Art einmalig da, denn selbst in Amerika gibt es keine vergleichbare Institution, welche mit einem interdisziplinären, kulturwissenschaftlich ausgerichteten Ansatz Literatur- und Filmwissenschaft, Kunst- und Sozialgeschichte verbindet. ... Das Zentrum erforscht darüberhinaus den europäischen Western in seinen Funktionen als gesellschaftspolitische Kulisse und Freizeitgestaltung sowie in seiner Bedeutung für das Verhältnis zwischen Europa und Amerika.
Weiterhin heisst es:
Der Western hat mit der sogenannten historischen Wirklichkeit der Eroberung, Besiedlung und Zivilisierung des "Wilden Westens" nur soviel gemein, wie es der literarischen Gattung der romance angemessen ist. Als Mythos ist der Western keine Geschichtsschreibung und auch nicht der Kategorie des historischen Romans zuzuordnen, sondern vielmehr Amerikas ureigene Variante des Abenteuer-, Gesellschafts- und Bildungsromans, welche auf die europäische Tradition der chivalric romance (Ritterromanze) zurückgeht und eine eigenständige historische Entwicklung durchläuft.

Auf Kohle geboren – Der Steinkohlenbergbau in Westfalen

Samstag, 9. Juli 2016

Westfalen News #34

Von Ralf Keuper

Wiederum eine Aufstellung einiger Beiträge aus und über Westfalen, die mir in letzter Zeit aufgefallen sind:

Die Hermannschlacht: Der historische Film

Das LWL-Video zeigt Ausschnitte aus dem Stummfilm „Die Hermannschlacht", in der das LWL-Medienzentrum Westfalen die Schlacht zu neuem Leben erweckt hat. In voller Länge war der Film im Rahmen der Ausstellung "IMPERIUM KONFLIKT MYTHOS. 2000 Jahre Varusschlacht" zu sehen (Quelle: YouTube)

Freitag, 8. Juli 2016

Digitalisierungs-Hubs in NRW: Kaum mehr als Symbolpolitik

Von Ralf Keuper 

Erstaunlich, wie der Beschluss der Landesregierung, 12,5 Mio. Euro in sog. DWNRW-Hubs zu investieren, einige Kommentatoren zu euphorischen Reaktionen veranlasst. Da kommt der folgende Zwischenruf von Christian Aust auf twitter gerade noch rechtzeitig:
Land NRW "fördert" #DWNRW mit 0,065‰ der Haushaltssumme und alle so: \o/ 
Ich nenne das homöopathische Symbolpolitik.
Mit 12,5 Mio Euro glaubt die Landesregierung scheinbar allen Ernstes, NRW zum Digitalland Nummer 1 in Deutschland machen zu können.

Hinzu kommt noch, dass die regionale Verteilung den wirtschaftlichen Verhältnissen in NRW nicht gerecht wird. Ostwestfalen-Lippe und Südwestfalen sind demnach in Sachen Digitalisierung nicht förderungswürdig, obwohl hier die Wirtschaft besonders stark ist, auch mit Blick auf das Modewort Industrie 4.0, wofür u.a. its owl steht. Stattdessen ist das Rheinland gleich mit 4 Standorten vertreten, Westfalen nur mit einem, wenn wir das Ruhrgebiet außen vor lassen. Das kann man durchaus als unausgewogen bezeichnen. Die Landesregierung bleibt sich hier - einmal mehr - treu. 

Alles in allem: Viel Lärm um wenig. So wird das nichts mit der Aufholjagd. Das alte Cluster-Denken in neuem digitalisierten Gewand. Die Ergebnisse dürften entsprechend ausfallen - eine weitere Konsequenz ausgeprägter Lernresistenz. Digitalisierung lässt sich nicht verordnen - glücklicherweise. Insofern können die Regionen, die nicht mit einem Hub bedacht wurden, beruhigt sein. 

Festzustellen bleibt, dass eine gewisse Kontinuität in der Landespolitik nicht zu leugnen ist ;-) Nix Halbes, nix Ganzes. 

Startup-Wegweiser NRW - Gesonderter Blick auf Westfalen


Sonntag, 3. Juli 2016

Das LWL-Museum für Archäologie in Herne stellt sich vor (Film)

Wolfgang Beltracchi: Der Meisterfälscher aus Höxter

Von Ralf Keuper

Wolfgang Beltracchi hat wie kaum ein anderer vor ihm dem Kunstbetrieb den Spiegel vorgehalten. Dass ihn dabei kaum edle Motive geleitet haben, bedarf keiner Erwähnung. Mit seinen Fälschungen der Bilder bekannter Maler, wie Max Ernst, verdiente er über die Jahre ungefähr 35 Millionen Euro. 
Wolfgang Beltracchi wurde, anders als es in dem Film heisst, in Höxter als Wolfgang Fischer geboren. Sein Erfolgsrezept bestand darin, die Bilder von Künstlern zu fälschen, deren Werk als verschollen galt. So war es möglich, Bilder, zu denen Informationen häufig, wenn überhaupt, nur rudimentär, u.a. in Werksverzeichnissen, zu finden waren, anzufertigen und in den Markt zu bringen. So brachte Beltracchi Bilder in den Markt, die die Maler hätten gemalt haben können. Behilflich war ihm dabei Otto Schulte-Kellinghaus, der über gute Kontakte im Kunstmarkt verfügte.  



Beltracchi entwarf einen gut durchdachten Plan, wie er den Kunstmarkt täuschen konnte. Das große Geld kam mit der Erfindung der Sammlung Jägers. Diese, so die Geschichte, die Beltracchi und seine Frau in Umlauf brachten, setzte sich aus verschollen geglaubten Werken zusammen, die der bekannte aus Münster stammende Kunsthändler Alfred Flechtheim vor seiner Flucht vor den Nazis zurücklassen musste. Die Familie Jägers, aus der auch Beltracchis Ehefrau stammt, waren tatsächlich Nachbarn Flechtheims in den 1930er Jahren gewesen, ohne jedoch in näherem Kontakt gestanden zu haben. Die Familie Jägers hatte der Legende nach, Flechtheim vor dessen Flucht einige als verschollen geglaubte Bilder günstig abgekauft. Die Sammlung Jägers war geboren. Die gefälschten Bilder aus der Sammlung Jägers wurden über renommierte Auktionshäuser wie Lempertz in Köln oder Christies in London verkauft. Das Ehepaar Beltracchi konnte durch die Einnahmen aus den Verkäufen der gefälschten Bilder ein Leben im Luxus führen. 

Zum Verhängnis wurde Beltracchi ein Etikett auf einem gefälschten Bild des Malers Heinrich Campendonk. Das Etikett weckte u.a. das Misstrauen des führenden Experten für die Sammlung Alfred Flechtheims. Die weitere Untersuchung belegte, dass das Etikett ebenso wie das Bild gefälscht war. Beltracchi und seine Frau wurden verhaftet und zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt, aus der sie bereits entlassen wurden.


Der "Erfolg" Beltracchis ist darauf zurückzuführen, dass Beltracchi den Kunstmarkt sehr gut einschätzen konnte, d.h. er kannte die Schwächen im System und die der relevanten Akteure.  

Der Fall Beltracchi wirft die Frage auf, wie es möglich ist, dass der Kunstbetrieb, mit seinen Heerscharen aus Experten, Gutachtern und Galeristen, immer wieder auf Fälscher, auch wenn sie über geniale Fähigkeiten verfügen, hereinfallen, wie Niklas Maak in Fälschungsskandal: Alles wirklich schön - aber leider nicht echt.

Wolfgang Beltracchi betätigt sich heute als Maler, d.h. er verkauft selbst gemalte Bilder unter eigenem Namen. Unter "Kennern" gelten die Bilder als mittelmäßig. 

Samstag, 2. Juli 2016

Saertex - Global Player aus dem Münsterland

Die Erfolgsgeschichte des Unternehmens beginnt 1982 im westfälischen Saerbeck: SAERTEX verknüpft Produktionserfahrung von textilen Flächen mit einer wegweisenden Idee – der Entwicklung und Herstellung von Industrietextilien aus Glasfaser, Carbon und Aramid. Abhängig von den eingesetzten Fasern, deren Flächengewicht, Winkelkombination und Ausrichtung, werden unterschiedliche mechanische Festigkeiten erzielt. So entstehenden Non Crimp Fabrics (NCF) für die Composite-Industrie: Extrem belastbare Bauteile für Flugzeuge, Brücken, Schiffe und Autos, die deutlich leichter sind als herkömmliche Materialien. (Quelle: YouTube)